Supervision

Veränderbar sind nur Gegebenheiten, die erkannt und akzeptiert werden. (W.Pechtl)


Was ist Supervision?

Gelaender

Supervision kommt vom lateinischen  „supervidere“ 
und bedeutet  „etwas von oben her überblicken.“

Definition:

Supervision ist eine Form der Beratung, die in beruflichen Angelegenheiten begleitend und unterstützend von Menschen genutzt wird.

Unter Anleitung eines Supervisors / einer Supervisorin werden Fragen und Themen, die sich aus den Anforderungen des Berufs ergeben, reflektiert, geklärt und zukünftige alternative Handlungsmöglichkeiten erarbeitet.


Inhalte:

betreffen

  • den Supervisanden selbst und seine individuelle Arbeitssituation: Rolle, Funktion, Kompetenz, Bedürfnisse,

  • die zwischenmenschlichen Themen im Team: Fragen der Kooperation, Strukturen, Konflikte,

  • die Klientenbeziehung: Vorlieben und Abneigungen, fachlicher Umgang,

  • Rahmenbedingungen und Strukturen, die die Arbeit beeinflussen.


Ziele sind:

  • die Bereitschaft für offene Kommunikation zu fördern, Konflikte anzusprechen und gemeinsam (beiTeams) zu bewältigen;

  • die Fähigkeit, zu reflektieren und das Lernen aus Erfahrungen zu fördern;

  • sich eigener Einstellungen, Bedürfnisse, Werte, Normen, Gefühle, Fähigkeiten, Möglichkeiten und Grenzen bewusst zu werden und sie eventuell auch zu verändern;

  • die Begleitung bei Veränderungsprozessen

  • die Verringerung oder Klärung von Konflikten in der beruflichen Praxis

  • die Unterstützung bei der Klärung und Gestaltung von Aufgaben / Aufträgen, von Funktionen und Rollen

  • Psychohygiene durch die Reflexion der Berufspraxis

  • Prophylaktisch kann Supervision bei Problemen wie Burnout und Mobbing sinnvoll eingesetzt werden.


Einige Beispiele für Fragen und Themen, die Inhalt von Supervision sein können:

In der Einzelsupervision:

  • Wie kann ich meine neue Aufgabe optimal umsetzen?

  • Was sollen wir im Konflikt mit eine Kollegin tun?

  • Wie soll ich mich in dieser Situation entscheiden?

  • Wie kann ich meine Klienten am besten unterstützen?

Im Führungscoaching:

  • Welche Prioritäten werde ich in nächster Zeit setzen?

  • Welche Aufgaben soll ich an meine MitarbeiterInnen delegieren?

  • Wie kann ich Veränderungen optimal gestalten und begleiten?

  • Wie bereite ich mich auf das kommende Konfliktgespräch vor?

In der  Teamsupervision:

  • Unser Team ist größer geworden – worauf sollten wir jetzt achten?

  • Wie können wir neue Arbeits- und Informationsstrukturen entwickeln und unsere Arbeit effizienter gestalten?

  • Wie können wir die Kommunikation im Team wieder in Fluss bringen?

  • Die Spannung im Team ist lähmend  –  wer macht den ersten Schritt und wie?

In der Gruppensupervision:

  • Welche Erfahrungen machen meine BerufskollegInnen und was kann ich daraus lernen?

  • Mir ist oft nicht klar,  was im Umgang mit meinen  KundInnen / KlientInnen / Patientinnen abläuft und es interessiert mich, wie andere das sehen?

  • Wie gehe ich mit schwierigen Angehörigen / Patienten / Klienten / Kindern um?

  • Was sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede in unseren Arbeitssituationen und wie gehen wir damit um?

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